Demo am Marktplatz in Karlsruhe – Für ein Ende der Corona-Maßnahmen


Wäre ich ein Reporter der Badischen Neuesten Nachrichten, würde mein Bericht vielleicht in etwa so beginnen: "Bei nasskaltem Wetter und einbrechender Dunkelheit mehrten sich die Gestalten am Marktplatz in der Karlsruher Innenstadt, die sich zu einer rechtsextremen Veranstaltung einfanden. Die Polizei war vorbereitet und mit 24 Polizistinnen und Polizisten stark vertreten. Zurecht, denn sie hatte allerhand zu tun, mit den zum Teil aggressiven Corona-Leugnern. Es gab mehrere Anzeigen wegen Rechtsbrüchen und Widerstand gegen die Ordnungsbeamten, zwei Personen wurden festgenommen. Eine Gegendemo hatte sich nicht gebildet. Man wollte den Covidioten keine Aufmerksamkeit schenken und ihnen keine Plattform bieten. Bei einem Inzidenzwert im Kreis Karlsruhe von über 100, sollte durch eine Gegenveranstaltung nicht das Infektionsgeschehen noch weiter verschlimmert werden."

Karlsruhe, Marktplatz - 16.04.2021 - 17.30 Uhr

Immer mal wieder gerne, spreche ich auf Veranstaltungen zu Themen aus meiner journalistischen Recherche. Für diesen Freitag hatte mich Werner Kraft (https://www.grundrechte.jetzt/) eingeladen. Werner ist ein Rentner, der Woche für Woche unermüdlich Informationsveranstaltungen zum Thema Corona, Grundrechte, Demokratie und Aufklärung organisiert.

So freute ich mich auf einen entspannten Abend, interessante Gespräche, einige neue nette Kontakte und den Austausch mit Menschen, die von der Wandlung Deutschlands, hin zu einem totalitären Unrechtsstaat genauso verblüfft sind, wie ich.

Es war keine Reportage geplant ...

Beim Betreten des Marktplatzes viel mir gleich das starke Polizeiaufgebot ins Auge. Bei einer früheren Veranstaltung in Karlsruhe war das nicht so. Ich hatte mich zuvor schon gefragt, wie das heute hier wohl ablaufen wird, denn in meinen Reportagen über Rastatt und Ottersweier berichtete ich schon davon, dass man von Staatsseite her (Landratsamt, Gesundheitsamt, Stadt- und Ortsverwaltung), mit neuen Verordnungen die Demonstrationen zu verhindern (Mehr lesen...) oder erschweren (Mehr lesen...) versucht.

"Masken sind die neue Ersatzreligion" und das wurde seit der vergangenen Woche den Ungläubigen unmissverständlich klargemacht. Dabei fand der Exorzismus an Corona-Leugnern mit unterschiedlichen Mitteln statt, während in Rastatt jegliche Form aufkommenden Protests ausgetrieben wurde (selbst Autokorsos mit Maskentragenden Fahrern), mussten die "Satans-Jünger" in Ottersweier "nur" Maske tragen (hier haben wir aber auch ein sehr vernünftiges Ordnungsamt - danke Hr. Bürkle, und eine sehr vernünftige Polizei - danke an die Polizei in Bühl).

In Karlsruhe: Als ich auf dem Marktplatz bemerkte, dass zwei Frauen von der Polizei "behandelt" wurden, entschloss ich mich zu dokumentieren. Ich wusste zwar nicht, um was es hierbei ging, konnte aber an der Körpersprache der Damen erahnen, dass es sich nicht nur um eine Anweisung vonseiten der Polizisten handelte ...

In der Video-Reportage unten sehen Sie ein Interview mit den beteiligten Damen und auch den Einsatzleiter der Polizei habe ich befragt. Von den Frauen hatte eine ein Attest, die andere gab an, Maske (allerdings unter der Nase) getragen zu haben. Zudem hatten sie einen ständigen Abstand von 1,5 Meter (durch Zeugen bestätigt) eingehalten. Es wurde eine Anzeige erstellt - warum?

Die Ordnungsbeamten hatte die Bürger nicht über eine Maskenpflicht informiert, die Veranstaltung hatte noch nicht begonnen, der Veranstaltungsleiter hatte also noch keine Gelegenheit auf eine Maskenpflicht hinzuweisen, weshalb meiner Auffassung nach die Anzeigen unrechtmäßig sind.

Im späteren Verlauf, nachdem über die Maskenpflicht aufgeklärt war, dokumentiere ich die Festnahme zweier Personen, ein Mann und eine Frau. Beide haben ein Attest, dass sie von der Maskenpflicht entbindet, aber darauf sei der Grund für die Befreiung nicht angegeben. Die Festnahme aus einem solchen Grund (wenn es denn der Grund tatsächlich war) halte ich für ebenso rechtswidrig. 

Ich bleibe sowohl mit den beiden Damen, als auch mit dem Paar in Kontakt und werde über den weiteren Verlauf der Anzeigen berichten.

Auch wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass die Anzeigen unrechtmäßig sind, hat dieses unverhältnismäßig harte Eingreifen des Polizeiführers, doch einen schockierenden Effekt - und das ist, meiner Meinung nach, auch das Ziel des Einsatzleiters gewesen. Ich spreche deshalb vom Einsatzleiter und nicht von der ganzen Polizei hier, weil ich ein unverhältnismäßiges Verhalten nur von ihm beobachten konnte. Die anderen Polizisten schienen mir eingeschüchtert, aber zurückhaltend und nicht so aggressiv wie ihr Chef. Das sind allerdings nur die Eindrücke, die ich beobachtet habe, ob es an anderen Stellen, zu Fehlverhalten der Polizei gekommen ist, kann ich nicht beurteilen.

Ich fand es schade, weil so etwas natürlich immer die friedliche und fröhliche Stimmung einer solchen Veranstaltung stört. Aber vielleicht ist das ja gerade der Grund für solche Aktionen und am nächsten Tag sehen und lesen wir dann in der Gesinnungspresse, dass die Polizei soundsoviele Anzeigen ausstellen und Personen festnehmen mussten.

Sie lassen sich nun bitte nicht weiter stören und genießen die Video-Reportage "Für ein Ende der Corona-Maßnahmen" am 16.04.2021 am Marktplatz in Karlsruhe mit sehr interessanten Redebeiträgen, einer Menschenrechtlerin mit Engelsflügeln und bewegenden Eindrücken: